Bildergebnis für tip berlin

Zehn Berliner Burger im Geschmackstest

Berlin hat mittlerweile die besten Burgerläden. Weltweit? Zehn Burger im Geschmackstest – und die können sich überall sehen und schmecken lassen.

HamburgerHeaven_c_daniela_friebel_hipi

1. Cheeseburger
Einen Bonus für die schönsten Außenplätze gibt’s hier nicht, auf der Rückseite vom Netto an der Kottbusser Brücke. Aber der Standort ist prima für den frühen Abend, um danach ins Kreuzberger Nachtleben zu starten. Das Konzept ist zugeschnitten auf Menschen, die für hohe Qualität gern einen Euro mehr zahlen. Jeden Burger gibt es in drei Fleisch-Varianten (regular, Freiland, Bioland) und alle Beilagen sind hausgemacht. Abends ist der Andrang groß und der Ton am Tresen freundlich-forsch. Motto: Bestellen, bezahlen und warten, bis die richtige Nummer ausgerufen wird. Das dauert dann schon mal gute 20 Minuten, aber so lang warten alle gern, weil sich das wirklich lohnt. Nachmittags geht’s ruhiger zu. Der einzige Nachteil: Es gibt momentan keine Steh- oder Sitzplätze für schlechtes Wetter. Text: Oliver Burgard, Foto Daniela Friebel/Hipi

Wie dick? Der Cheeseburger misst ungefähr 12 cm. Für Menschen mit großen Händen ok.
Qualität des Fleisches: Die Bioland-Variante ist geschmacklich einwandfrei, das Rinderhack gut gewürzt, außen scharf angebraten und innen so saftig, wie ein Paddy sein sollte.
Qualität Brötchen und Pommes: Sehr gut. Das Brötchen hat Biss, die Pommes sind dunkelgolden und sehr kross.
Fazit: Ein Imbiss de luxe für schönes Wetter. Man kann die Burger ohne Besteck bewältigen, ohne sie vorher in ihre Einzelteile zu zerlegen, wenn man große Hände hat.

 (August 2012)

 

Bildergebnis für bz berlin

Hamburger_3274725.jpg

Eine Ausnahme ist Leon Schnell (37). Er ist Berliner, doch fünf Jahre in San Francisco haben auch ihn auf den Burger gebracht. Im „Hamburger Heaven“ in Kreuzberg brät er deshalb die Buletten aus 100 Prozent Rind. „Das schmeckt allen“, sagt er. „Nicht nur Amerikanern!“

Hamburger1_32747327.jpg

Hamburger Heaven: Im „Hamburger Heaven“ in Kreuzberg kommt nach Wunsch Bio-, Freiland- oder Normal-Rind auf den Grill. David Strauss und Patty Mulloy lassen sich das Edel-Fast-Food von Leon Schnell (37) im Imbiss-Wohnwagen schmecken

(Oktober 2011)

Bildergebnis für zitty berlin

Hamburger Heaven

Der Himmel ist eine Klappe neben dem Netto. Gleich um die Ecke ist das schicke Maybachufer, das abgefahrene Neukölln, der abgefuckte Kotti. Egal also, wie man sich das Leben nach dem Tod vorstellt, so wie hier würde es wahrscheinlich nicht aussehen. Die Burger, die in dem Imbiss gebraten werden, sind jedoch unbedingt ein Grund zur Glückseligkeit. Drei Fleischqualitäten stehen zur Auswahl: normal, Freiland. Bio. Letzteres wird durch den eigenen Fleischwolf gedreht. Überhaupt: das Handwerk. Darauf legt man hier großen Wert. Pommes, Ketchup, Mayo, Beilagen – alles selbstgemacht. Und das schmeckt man. Die Pommes (2 Euro, kleine Portion) sind recht dunkel und rustikal mit Schale frittiert, der Ketchup fruchtig süß, die Mayo pikant abgeschmeckt,der Coleslaw-Salat (2 Euro) ganz fein gehobelt und knackig,weil nicht in Mayo getränkt. Neben den Standards (Hamburger, Cheeseburger, BBQ-Burger) gibt es häufig wechselnde Special-Burger. Etwa mit Gorgonzola und Bergpfirsich, was eine geschmacklich fabelhafte, allerdings auch gefährlich-glitschige Mischung ergibt (je nach Fleischqualität 5-6 Euro). Werden die Burger auf Papier serviert, bekommt man Steaks, die hier ebenfalls auf dem Grill landen, auf Tellern und mit ordentlichen Steakmessern. Für ein ganz zartes Rib Eye bezahlt man gerade mal 7 Euro. Nicht schlecht füreine Klappe neben dem Netto.

(September 2012)

logo.png

Kleine Burgerbuden-Perle an der Kottbusser Brücke. Die Burger werden bei jeder Bestellung frisch zubereitet. Das kann zwar etwas dauern, dafür schmecken sie um so besser. Auch das Brötchen, die handgeschnitzten Pommes und sogar die Mayonnaise sind hausgemacht. Das medium gebratene Hackfleisch wird in drei Qualitäten angeboten: “Regular” aus herkömmlichen Rinderhack (Hamburgerpreis 3,50 Euro), “Freiland” aus überwiegend frei lebenden Tieren (4 Euro) und “Bioland” aus zertifiziertem Biofleisch (4,50 Euro). Toll sind auch die wechselnden Spezial- Burger wie Lammburger mit Bärlauchpesto und Rucola. Gegessen wird auf dem Trottoir oder im davor geparkten Retro-Wohnwagen.

(Mai 2012)

Ex_Berliner_Magazin_Berlin.JPG
                                                                                          

Kreuzberg burger joint Hamburger Heaven served its first venison patties in November. For 37-year-old owner Leon Schnell, the animal welfare factor was the deciding factor.When Schnell first opened in 2010, he wanted to prompt Germans to appreciate hamburgers as quality food. The idea behind his concept of offering normal, Freiland(freerange), and organic meat, was to push customers to think about what type of industry they are supporting through their purchase. Schnell hopes someday to offer solely organic meat, but presently he feels people in Berlin are still too reluctant to invest in the extra 50 cents to €1. In Germany, people spend a measly 11 percent of their income on food (around 30 percent less than in Italy). Whether it’s for lack of food appreciation or not, people are just not prepared to go that extra mile.

(Dezember 2011)

Berliner Zeitung

Schnell und gut: Eigentlich ist der Cheeseburger ja der Inbegriff von Fastfood. Am Burger Heaven-Kiosk kommt er tatsächlich zügig. Dennoch sind die Buletten handgerollt, gut gewürzt und knusprig gegrillt. Dazu werden hausgemachte Saucen gereicht. Kunden haben die Wahl, ob sie konventionelles Rinderhack möchten, Neuland oder Bio. Ein normaler Burger kostet 3,50 Euro, aus Neulandfleisch vier und aus Biohack fünf Euro. Sparen können Kunden mit dem Menü: Burger, Pommes, Limonade für 6,50 Euro.

(Mai 2010)

Bildergebnis für tip berlin

„Burger schmecken einfach am besten, wenn sie selbst zubereitet werden, ohne Industrieprodukte. Das ist unser Konzept“, meint Leon Schnell. Von den Pommes bis zu den Brötchen, sogar die Mayonnaise und der Ketchup werden nach eigener Rezeptur hergestellt. Das Fleisch stammt entweder aus der Region oder von Bio-Höfen in Schleswig-Holstein. Jede Woche gibt es einen Spezialburger, z.B. den Rehburger mit Kräuterseitlingen.

(August 2010)